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Leserbrief zu „Schulwandel entzweit“

 

Die Kreiskarte von OWL, in der die neu gegründeten Ganztagsschulen eingetragen sind, verschleiert die derzeitigen beschleunigte Entwicklung, die ländliche Region von dem im Grundgesetz verankerten Recht auf freie Schulwahl zu „befreien“.

So geschehen im Kreis Höxter in den sehr nahe beieinander liegenden Städten Bad Driburg und Brakel.

Hier gibt es z. B. für die Bad Driburger Schüler im Umkreis von gut 20 km kein öffentliches Gymnasium mehr.

Entgegen der Empfehlung des Schulexperten Dr. Rösner für Bad Driburg, die Entwicklung der Schullandschaft in aller Ruhe abzuwarten, lässt man das gut laufende Städt. Gymnasium der Stadt auslaufen. Der übereilte Wettkampf um die Gründung von Ganztagsschulen in Kommunen die von je her CDU regiert waren, lässt die Vermutung zu, dass es den Bürgermeistern nur auf die Zuschüsse vom Land ankommt. Das nenne ich verantwortungslos, wo doch gerade von der CDU das dreigliedrige Schulsystem immer hochgehalten wurde. Die nun fortschreitenden eingeschränkte freie Schulwahl in unserer ländlichen Region wird den demographischen Wandel beschleunigen.

Ich würde als junger Mensch mit Familienwunsch jedenfalls nicht in einer Region bleiben, wenn mir dieses wichtige Gut der freien Schulwahl nicht angeboten wird.