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„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Deppe! Kurz möchte ich Ihnen meinen gestrigen Abend schildern: im Amts- und Mitteilungsblatt wird mehr oder weniger groß das unausweichliche Kommen der Gesamtschule unterstrichen, von Ihnen auf 2 Seiten, von Ratsmitglied Seemann in einem Artikel “aus der Arbeit der Parteien: ÖDP” Am Abendbrottisch der Familie Blum (2 Söhne, 6 und 9) großes Thema. Die Details erspare ich, da kommen Sie und der Rat bei meinen Kindern nicht gut weg. Der große Sohn, der im Sommer in die 5. kommt, zieht sich untypischerweise in sein Zimmer zurück. Nach zehn Minuten gehe ich hinterher und finde ihn leise weinend unter seiner Bettdecke. “Mama, ich möchte nicht zur Gesamtschule. Ich habe mich so angestrengt, warum kann der Bürgermeister bestimmen, dass ich nicht auf das städtische Gymnasium kann?” Ich gebe Ihnen die Frage weiter, Herr Deppe, und ich finde es grausam, Kindertränen trocknen zu müssen, die wegen so einer … Geschichte fließen. Und auch wenn mein großer Sohn eine Empfehlung fürs Gymnasium hat, möchte ich klargestellt wissen, dass es mir um alle weiterführenden städtischen Schulen geht. Ich habe Neffen auf der Altenbekener Haupt- und der Driburger Realschule, und wohin der Zug beim jüngsten Sohn fährt, ist in der ersten Klasse noch gar nicht abzusehen. Mit hochachtungsvoll freundlichsten Grüßen, R. Blum – P.S.: Die nächsten Tränen trocknen SIE, ich bringe das Kind dann in Ihrem Büro vorbei, okay?“